Kultursensible Pflege

Unser Pflegekonzept stellt den ganzen Menschen in den Mittelpunkt. Um den Menschen möglichst ganz erkennen zu können, braucht es Verständnis.

Was wir tun, damit sich ältere Menschen, gleich welcher Kultur oder Religionszugehörigkeit, verstanden fühlen, lesen Sie hier:

Die Pflege eines jeden Menschen setzt Verständnis voraus. Leider ist es nicht immer einfach, den anderen Menschen zu verstehen. Es gibt unterschiedliche kulturelle, traditionelle und auch religiös bedingte Sichtweisen auf das Alter, die Ursache einer Krankheit, auf das Verhalten der Kranken sowie ihrer Familien und der Umwelt. Der Umgang mit Alter und Krankheit ist neben den vorerwähnten und ganz individuellen Besonderheiten eines jeden Menschen auch geprägt durch die soziale Schicht, die Herkunft, die Bildung und das Geschlecht. Auch innerhalb unserer eigenen Kultur kann es bereits zu Herkunft-spezifischen Missverständnissen und Kommunikationsstörungen kommen.

Das Verständnis für Alte und Kranke soll nicht mechanisch, unpersönlich und funktionell orientiert sein. Verstehen heißt "verstehen können" und "verstehen wollen". Ersteres beinhaltet die Möglichkeit der sprachlichen Verständigung, zweites auch die Bereitschaft, empathisch auf das Gegenüber zu- und einzugehen. Diese Bereitschaft ist Grundvoraussetzung für die Auswahl unserer Pflegekräfte.

Durch Sprachbarrieren sowie falsch gedeutete Äußerungen und nicht bekannte Erwartungen entstehen nicht selten Missverständnisse. Das kann sogar dazu führen, dass die Pflegenden die Situation der Menschen, die sie pflegen wollen, falsch einschätzen. Es geht nicht nur darum, die sprachlichen Barrieren zu überwinden (auch wenn das im Einzelfall schon schwierig sein mag). Um Missverständnisse zu vermeiden, bedarf es auch der notwendigen Informationen über Kultur, Traditionen oder religiöse Besonderheiten sowie Information darüber, wie Menschen anderer Kulturen mit Krankheit umgehen, welche Kommunikationsstrukturen innerhalb der Familien es gibt, Wissen darüber, was und wie gegessen wird, aber auch über Bräuche und Rituale. Es ist daher gut und empfehlenswert, wesentliche kulturelle und traditionelle Besonderheiten zu kennen und Sprachbarrieren abzubauen, um konkrete, annehmbare und geeignete Maßnahmen in der Pflege einleiten zu können. Durch diese kultursensible Pflege kann erreicht werden, dass sich möglichst viele Kunden sicher und angenommen bei uns fühlen. Ganz so wie es auch das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel vorsieht.

Wir setzen dabei schon bei der Pflegeanamnese an, für die wir einen speziellen Fragenkatalog - beispielsweise für Menschen, die einer andere Religion angehören, bei denen Sprachbarrieren bestehen oder die einen Migrationshintergrund haben - entwickeln.

Wir bemühen uns, zum Anamnesegespräch oder der Erstberatung eine sprachkundige Pflegefachkraft einzusetzen.



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Ausgabe 02/2014
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